Statt des Singular Angst wird oft auch das Worte Ängste benutzt. Damit drückt der Betroffene aus, dass er unter verschiedenen Ängsten leidet (zum Beispiel Flugangst und Redeangst). Oder aber der Betroffene macht unbewusste deutlich, dass er große und / oder regelmäßig Angst hat, da er die Pluralform Ängste wählt.
Doch egal unter welchen Ängsten ein Mensch leidet, der eigentliche Zweck der Angst ist immer der gleiche. Die Ängste sind in uns Menschen verankert und sind ein natürlicher Warnmechanismus. Ängste, egal welcher Natur, sind überlebensnotwendig und helfen der Selbsterhaltung bei einer erwarteten oder ein akuten Bedrohung. Die Angst hat also eine nützliche, lebenswichtige Funktion: Angst bereitet den Körper in bedrohlichen Situationen zum Kampf oder zur Flucht vor und erhöht so die Chance zu überleben.
Doch die Angst hat auch eine Kehrseite, sie kann nämlich krankhaft sein. Dann treten Ängste regelmäßig, unbegründet und sehr intensiv auf. Das bedeutet für den Körper einen enormen Stress und auch für die Psyche des Angstbetroffenen ist das Gefühl sehr belastend. Generell kann man sagen, dass es sich dann um krankhafte Ängste handelt, wenn diese sehr lähmend sind (von intensiven körperlichen oder psychischen Symptomen begleitet werden) und kein Grund dafür erkennbar ist. Dann handelt es sich nicht um normale Ängste, sondern um eine Angststörung, die professionell therapiert werden sollte.
Wenn Sie regelmäßig unter Ängsten leiden, suchen Sie bitte unbedingt einen qualifizierten Arzt auf oder wenden Sie sich vertrauensvoll an Ihren Hausarzt. Der Hausarzt wird Ihnen dann Stellen nennen, wo Sie Hilfe (zum Beispiel eine Angsttherapie) in Anspruch nehmen können.