Allgemeines / Grundlegendes

Wenn jemand Angst vor dem Autofahren hat, gilt in erster Linie zu unterscheiden, ob seine Angst bereits als Mitfahrer einsetzt oder ob es sich hierbei um eine Angst handelt, die sich ausschließlich darauf bezieht, selber ein Fahrzeug zu führen. Den beide Arten von Ängsten können gegeben sein. Außerdem gilt zu unterscheiden, ob es sich lediglich um kontrollierbare Angstgefühle handelt oder ob es eine unkontrollierbare Phobie ist, die den Betroffenen meist regelrecht lähmt.

Ursachen

Die Ursachen, die als Auslöser für das Angstgefühl gelten, können sehr unterschiedlich sein. Bei dem Betroffenen, der prinzipiell Angst beim Auto fahren hat, unabhängig davon, ob er als Beifahrer oder als Führer des Kraftfahrzeugs im Wagen sitzt. In häufigen Fällen ist die Angst vor dem Auto fahren darin begründet, dass ein Autounfall erlebt und psychisch nicht verarbeitet wurde. Dieser Auslöser kann auf beide Ängste zutreffen. Aus einem schweren Autounfall können allerdings auch Phobien entstehen, die man nicht zu unterschätzen hat.

Neben den negativen Erfahrungswerten als Ursache für die Angst kann auch ein mangelndes Selbstbewusstsein Auslöser für die Angst sein. Dies ist dann sehr häufig zu beobachten, wenn es darum geht, ein Fahrzeug selber zu führen, beziehungsweise den Führerschein zu erlangen. Diese Minderwertigkeitskomplexe, das Bewusstsein unfähig zu sein ein Auto zu führen, resultieren sehr häufig aus der Kindheit und wurden durch das soziale Umfeld, indem sich der Betroffene aufhielt, geprägt.

Symptome

Die Symptome fallen je nach Intensität der empfundenen Angst unterschiedlich aus. Häufig sind feuchte Handflächen, bis hin zu regelrechten Schweißausbrüchen (Angstschweiß) zu beobachten. Außerdem können sie sich in form von Herzrasen äußern. In sehr schlimmen Fällen kann der Betroffene sogar Kolabieren. Bei Phobien ist der Betroffene sogar unfähig überhaupt in ein Auto einzusteigen, er ist vor Angst regelrecht gelähmt. Ein Zittern der Hände und auch der Knie gilt ebenfalls als ein typisches Symptom.

Diagnose

Eine Diagnose wird in den wenigsten fällen getroffen. Denn die meisten Betroffenen schämen sich, wegen der Angst vor dem Autofahren einen Arzt aufzusuchen. Wenn der Betroffene allerdings einen Arzt hat, dem er vertraut, wird die Diagnose in der Regel, anhand der Symptome und der Schilderungen des Patienten schnell möglich.

Therapiemöglichkeiten

Therapiert werden Ängste im Allgemeinen je nach Stärke der Angst. Handelt es sich bei der empfundenen Angst lediglich um ein Angstgefühl, welches ein wenig Angstschweiß in den Handflächen bewirkt, so kann es bereits ausreichend sein, wenn man sich mit Autosuggestion, die Angst selber „ausredet“. Unterstützend hierzu sollte man sich der Angst stellen, indem man entweder als Beifahrer/ Fahrer aktiv wird. Ein Bachblütentee zur Beruhigung kann hierbei hilfreich sein. Wenn die Angst sehr ausgeprägt ist, wird eine Psychotherapie empfohlen, in deren Verlauf man lernt, zu erkennen woraus die Angst resultiert und ebenfalls den Umgang mit ihr erlernt. Begleitend zu dieser Therapie wird man sich ebenfalls den Ängsten stellen müssen.

Eine weitere Therapieform kann die Hypnose sein. Wobei es hierbei zweierlei Möglichkeiten gibt. Entweder lernt man sich selber zu hypnotisieren, um dass Angstgefühl zu beseitigen oder man nimmt die Hilfe eines Hypnotiseurs an. In der Regel handelt es sich dann, um mehrere Sitzungen, in deren Verlauf man von den Ängsten befreit werden soll.

9 Antworten zu “Angst vor dem Autofahren”

  1. ismail uyaniker sagt:

    mir geht das ganz schlecht wenn ich im auto oder ihm zug sitze
    gibt da was was sie fur mich machen können

  2. Alfred E. Neumann sagt:

    „ob es sich hierbei um eine Angst handelt, die sich ausschließlich darauf bezieht, selber ein Fahrzeug zu führen“

    Hierfür gibt es eine einfache aber sehr wirksame Abhilfe, die obendrein auch den übrigen Verkehrsteilnehmern zugute kommt: bleiben lassen!

  3. Anonima sagt:

    Von mir wurde der Führerschein unbedingt erwartet, also machte ich ihn. Ich merkte sehr schnell, dass ich Panik hatte, wenn ich alleine fahren sollte.
    Meine Knie zitterten, ich schwitzte, mein Herz stolperte und manchmal dachte ich, ich werd ohnmächtig und das eine ganze Fahrt über. Ich versuchte die ganze Zeit mit dem Fahrlehrer während den Stunden zu kommunizieren, um bei Verstand zu bleiben. Leider nervte den das und ich machte jede Menge Fehler. Das ging soweit, dass ich richtig viele Fahrstunden hatte und der Führerschein schon nahezu ein Luxusgut wurde. Komischerweise schaffte ich die praktische Prüfung dann stillschweigend, fehlerlos und beim ersten Versuch, der Prüfer war total zufrieden. Ich glaub, mein Fahrlehrer war einfach… sch****e, doch für einen Wechsel war’s leider zu spät – merkt euch eins Kids, wenn euer Lehrer andauernd meckert und kritisiert, wechselt ihn bloß!
    Seit ich den Schein habe, bin ich nur noch wenige male Auto gefahren. Einfach, weil ich immer noch total Angst vor dieser „Verantwortung“ habe und das Bizarre ist, auch wenn es in der Prüfung kein Problem war, so wurde es danach wieder eins, denn die Panik kehrte immer wieder zurück, wenn ich es versuchte. Verstehe ich bis heute nicht.

  4. kathrin sagt:

    Hallo , ich habe im Vorfeld immer schon angst Situation beim fahren gehabt. Nun War es so das ich vor vier Monaten nen umfall hatte der zum glück sehr glimpflich ausging. Danach bin ich 4 Monate nicht gefahren und jetzt ist die angst so schlimm wie noch nie ich vertrau noch nicht mal mehr meinem freund wenn er fährt und bei mir sieht es so aus das wenn irgendwo nen Berg ist ich mir schon Tage vorher Gedanken mache wo ich lang fahren kann ohne mit der Höhe konvertiert zu werden oder Autobahn Brücken ein Horror für mich ich bin die strecken sonst aber auch gefahren und das nervt mich am meisten das ich dann so ne angst hab und herzrasen schwitzen usw bekomm obwohl ich weiß mir kann nix passieren es ist dann trotzdem so . hab ich schnellere Autos hinter mir fahre ich lieber rechts ran um dann langsam hinterher fahren zu können . Es ist einfach nur noch Stress für mich obwohl ich sonst so gerne gefahren bin und es immer Freiheit für mich War . Habt ihr einen Rat für mich ich will wieder spass beim fahren haben

  5. Stefanie sagt:

    Hallo ich bin mitten drinen mein führerschein zu machen und jedes mal wenn ich nur dran denke auto zu fahren bekomme ich angst davor das habe ich aber noch nicht so lange das kam von jetzt auf gleich. ich habe schon den fahrlehrer gewechselt da der erste mich nur runter gezoggen hatte. ich meine wenn ich so im auto sitze habe ich kein problem oder wenn ich bei meinem freund in auto sitze kriege ich nach ner zeit lust zum auto fahren aber kaum geht es auf die fahrschule los wird mir ganz anders mein herz fängt an zu rassen und mir wird kann komisch. habe auch schon mit meinem fahrlerer drüber geredet aber der denkt das das daran liegen kann das ich nicht oft fahre. kann mir da eventuell jemand helfen wie ich diese angst überwinden kann möchte gerne so schnell wie möglich mein führerschein haben

  6. mendy sagt:

    hallo ich habe Zeit vier jahren mein Führerschein, aber bekomme diese angst nicht los. ich habe meinen führerschein gezwungenermaßen mit 26 jahren gemacht. ich habe immer richtige bauchkrämpfe vor jeder fahrt. vor einem halben jahr hatte ich dann auch meinen ersten Unfall da ich bein überholen von der Straße gedrängt wurde. Zeit dem bin ich kaum noch gefahren. als ich gestern fahren wollte da ich drei kleine kinder habe und es geregnet hatte, war ich total überfordert. ich zittere und bekomme meine angst nicht in griff aber ich weiss dass ich fahren muss da ich in einem dorf wohne und drei kleine kinder habe. ich konnte mir nie vorstellen einen Führerschein zu machen da ich zu ängstlich bin. ich weiss nicht woran dass liegt ob es mit einem unfall meiner Eltern oder einfach nur mit mir zu tun hatt. als ich dass erste mal in der fahrschule gefaren bin hatte ich ständig angst rauszufahren, ich habe alleedings nur acht wochen für den Führerschein gebraucht vielleicht hätte ich mir mehr zeit lassen sollen.

  7. JP sagt:

    Hallo, nachdem ich meinen Führerschein zwanghaft, nach etlichen Tiefschlägen ergatterte, fuhr ich nur so wenig wie möglich und garnicht erst alleine.
    Die Angst davor zu versagen, andere zu verletzen oder zu behindern ist sehr gross.
    Am Steuer verkrampft mein ganzer Körper, ich bin überfordert und schwitze, wie beim Marathonlauf.
    Gerade weil ich mich selbst sehe und wahrnehme, wie ich auf das Auto Fahren reagiere, steigt zusätzlich noch die Angst vor Blackouts, oder dass dieser Zustand mich lähmt. (Die Angst vor der Angst)

    Ich bin sehr eingeschränkt im Alltag oder in Situationen wie der Umzug und Hochzeitsbesorgungen.
    Man fühlt sich nutzlos und ärgert sich über einen selbst, weil jeder, ob gebildet oder nicht fährt Auto, aber man selber bekommt es nicht hin.

    Es tut gut alles mal raus zu lassen, was man sonst gerne für sich behält.
    Ich werde versuchen mit der Hilfe meines Freundes, diese Angst in den Griff zu bekommen.
    Der erste Schritt war es wohl, diese Phobie zu erkennen und nicht zu verdrängen.
    Es ist ja doch nur eine Angst wie jede andere und angst zu haben ist eben normal, wie lieben und zu lachen.
    Seid zuversichtlich, nach dem was jeder einzelne von uns schon geschafft hat, wird man diese Angst in die Knie zwingen.

  8. Anja Flo sagt:

    Ich hatte damals sehr viele verschiedene Fahrlehrer, es waren ungefähr in 8 Doppelstunden ca. 6.Der letzte hat mir eingeredet ich solle die Prüfung machen obwohl ich überhaupt noch nicht bereit dazu war.
    Dann habe ich die Fahrschule gewechselt da ich auch umgezogen bin, in die Stadt. Komischerweise, obwohl ich anfangs glaubte es werde schwierige sein, da es enger und hektischer zu geht (Wien), war es für mich immer einfacher. Mein Fahrlehrer war zwar jung, jedoch konnte ich mich auf ihn einstellen, hatte nur ihn und er hat mich zum lachen gebracht so dass ich mich entspannt habe. Die Fahrschule hat mir dann auch empfohlen Globuli zum beruhigen zu nehmen, das hat dann wirklich geholfen! Alleine der positive Gedanke, dass sie helfen könnten hat bereits seinen Zweck erfüllt.
    Damals bin ich aus dem Auto gestiegen, konnte nicht mehr richtig gehen und bin in Tränen ausgebrochen wegen dem emotionalen Druck. Meine Hände waren feucht, mir war heiß und ich war verwirrt.
    Heute habe ich nur noch Probleme mit dem Einparken, da die Parkplätze sehr eng sind und ich nervös werde aufgrund anderer Autofahrer die Stress erzeugen. Ich versuche mich dann zu beruhigen und konzentriere mich nur auf mich selbst. Die Angst bleibt, jedoch verdrängt der Spaß sie allmählich. 🙂

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