Das Wort Angstattacken ist gleichzusetzen mit dem Begriff Panikattacken. Unter einer Angstattacke versteht man ein enormes, temporäres Angstgefühl – eine Zeitspanne in der intensive Angstgefühle bis zur Bewusstlosigkeit dominieren. Meistens werden diese intensiven Angstgefühle mit körperlichen Symptomen ausgelöst durch Verhalten anderer Menschen, ein Objekt oder Erinnerungen.

Zunächst einmal ist es wichtig zu wissen, dass es sich bei Angstattacken um eine ganz normale, körperliche Reaktion auf eine gefährliche oder bedrohliche Situation handelt. Dieser starke Gefühlsausbruch kann allerdings auch durch Stress und Überforderung ausgelöst werden. Treten die Angstattacken regelmäßig und in Situationen, die vom Gehirn falscherweise als gefährlich eingestuft werden, auf – dann sollten Sie professionelle Hilfe aufsuchen.

Wenn die Panik- und Angstattacken das alltägliche Leben bestimmen und außergewöhnlich oft und intensiv auftreten, spricht man von einer krankhaften Angststörung.

Die Symptome der Angst können sich je nach Mensch ganz unterschiedlich äußern. Typisch für Angststörungen und auch Angstattacken sind unter anderem die folgenden Symptome:

  1. Extreme Gedanken
    • Ich halte es nicht mehr aus.
    • Ich werde gleich sterben.
    • Ich bekomme keine Luft.
    • Ich brauche sofort Hilfe.
    • Ich brauche einen Arzt.
  2. Intensive Gefühle
    • Angst
    • Panik
    • Hilflosigkeit
    • Kontrollverlust
  3. Körperliche Symptome
    • Bauchschmerzen
    • Ohnmacht
    • Kopfschmerzen
    • Atemnot
    • Schwitzen
    • Durchfall
    • Kloß im Hals / Engegefühl im Hals
    • trockener Mund
    • Herzrasen
    • Schwächegefühl
  4. Verhalten
    • Notruf absetzen im Fall einer Angstattacke
    • zusammenkauern und Schutzhaltung einnehmen
    • angstauslösende Plätze und Ursachen werden vermieden (z.B. Fahrstuhlfahren
    • um Hilfe rufen
    • weinen
    • verwirrtes Auftreten, beispielsweise keine Reaktion / Antwort auf Fragen

Phobien sind oft der Auslöser für diese sogenannten Attacken, sie treten bei Konfrontation unerwartet im Alltag auf und lassen sich somit für den Angstbetroffenen nicht immer vermeiden:

  • Aerophobie (Flugangst)
  • Agoraphobie (Angst vor öffentlichen Plätzen)
  • Ailurophobie (Angst vor Katzen)
  • Akrophobie (Höhenangst)
  • Arachnophobie (Angst vor Spinnen)
  • Astrophobie (Angst vor Blitzen)
  • Belonophobie (Angst vor Nadeln und Spritzen)
  • Hämatophobie (Angst vor Blut)
  • Klaustrophobie (Angst vor geschlossenen und engen Räumen)
  • Pnigophobie (Angst vor dem Ersticken)

Sollten Sie regelmäßig unter Angstattacken leiden, suchen Sie bitte unverzüglich einen Arzt auf. Regelmäßige Angstattacken stellen für den Körper und die Seele viel Stress dar.