Die Angst vor Krankheiten, auch Krankheitsangst, Hypochondrie oder Pathophobie genannt, zeichnet sich dadurch aus, dass der Angstbetroffene (Hypochonder) fest davon überzeugt ist, eine sehr schwere oder sogar tödliche Krankheit zu haben. Diese Angst vor Krankheiten geht allerdings auf keinen Verdachtsbefund eines Arztes zurück, sondern besteht unabhängig davon, vielmehr besteht die Angst obwohl oder gerade weil der Arzt keine Diagnose stellen konnte.

Typische Symptome für die Angst vor Krankheiten ist das tägliche Absuchen des Körpers nach körperlichen Veränderungen, die eine Krankheit anzeigen könnten. Oftmals verbringt der Hypochonder mehrere Stunden täglich damit seinen Körper intensiv zu untersuchen.

Angstbetroffene lesen oftmals medizinische Fachliteratur und verbringen viel Zeit im Internet und in Internetforen. Sie informieren sich über verschiedene Krankheiten und malen sich aus, zu welcher Krankheit Ihre körperlichen Leiden und Symptome passen könnten.

Allerdings gibt es auch die extreme Gegenseite: Während einige Betroffene nicht genug Informationen über Symptome, Diagnosen und Krankheiten finden können, meiden andere Hypochonder das Thema Gesundheit und mögliches Wissen darüber in jeder Art und Weise. Sie bilden sich eine Krankheit ein und die Angst vor einer schlimmen Krankheit oder sogar einer tödlichen Krankheit lähmt sie. Die Angst lähmt sich in jeder Hinsicht – sie gehen nicht zum Arzt, teilen Ihre Angst nicht mit Freunden, Familien und Arbeitskollegen – sie resignieren und isolieren sich sozial. Viele haben Angst vor der schlimmsten Diagnose und befürchten nur noch wenige Tage nach dem Arztbesuch zu leben. Das Argument, ein frühzeitiger Arztbesuch ermöglicht selbst bei schweren Krankheiten eine frühzeitige Therapie und bietet somit die besten Möglichkeiten wieder Gesund zu werden, spielt für die Angstbetroffenen keine Rolle, denn sie sind von der Aussichtslosigkeit überzeugt – ohne professionelle Diagnose!

Symptome

Typische Symptome und Verhaltensmuster können unter anderem sein:

  • häufige Arztbesuche
  • häufige Arztwechsel
  • intensiver Wunsch nach aufwändigeren und teureren Untersuchungen
  • Verzicht auf Sport und körperliche Bewegung im Allgemeinen
  • Einstellung sämtlicher Freizeitaktivitäten
  • körperliche Anspannung
  • Muskelverspannungen
  • unruhig sein
  • Schlafstörungen
  • Leistungseinschränkungen im Job (Steigerung bis zum Burnout Syndrom möglich)
  • häufige Krankschreibungen
  • Gedanken: “Ich habe Angst zu sterben”
  • Gedanken: “Ich habe Angst an einer tödlichen Krankheit zu leiden”

Typische Krankheiten, vor denen viele Menschen eine krankhafte Angst entwickeln sind Krebs, Tumore, Herzinfarkte, Tumore, Schlaganfälle oder auch Erkrankungen wie AIDS / HIV und Hepatitis.

Die Befürchtungen, Ärzte stellten Fehldiagnosen oder würden Krankheiten übersehen, bestimmt das Leben der Hypochonder.

Mögliche Therapien

Als Beispiel möchten wir Ihnen hier einige Therapiemöglichkeiten vorstellen. Sie bilden nur einen Auszug. Besprechen Sie am Besten mit Ihrem behandelnden Arzt, welche Form der Angsttherapie für Sie geeignet sein könnte.

Hilfe bei Angst vor Krankheiten: Angsttherapie mit Hypnose sehr erfolgsversprechend

Die Angsttherapie mit Hilfe von Hypnose ist sehr erfolgsversprechend und hat nichts mit der Vorstellung zu tun, die sich bei den meisten Menschen im Kopf festgesetzt hat. Von TV-Shows missbraucht, hat die Hypnose zu Unrecht einen negativen Ruf. Während den Hypnosesitzungen verlieren die hypnotisierten niemals das Bewusstsein oder die Kontrolle. Daher kann Hypnose auch nur dann funktionieren, wenn sich der Betroffene darauf einlässt, sich dem Therapeuten öffnen und ihm alles anvertrauen kann. Insbesondere erfahrene Anbieter von Hypnosetherapien mit der Spezialisierung auf Angsterkrankungen können Ihnen bei bei der Angst vor Krankheiten nachhaltig helfen.

Psychotherapie

Die von der Gesellschaft als konventionellere Methode ist die Psychotherapie bei der in Teilen zur Behandlung der Krankheitsangst auch die Verhaltenstherapie Anwendung findet. Regelmäßige Gespräche mit einem Psychologen sind Bestandteil bei dieser Form der Angsttherapie. Normalerweise ist eine ambulante Behandlung ausreichend. Bei Angsterkrankungen, die bereits seit mehreren Jahren bestehen, kann allerdings die stationäre Aufnahme sinnvoll sein.